Shinrin Yoku

 

Bedingt durch Umzug in einen neuen Stadtteil und 6-wöchiges Warten auf WLAN, gab es eine kleine Durststrecke was Newsletter und meine gesamte Tätigkeit anging, aber das ist jetzt zum Glück vorbei und wir  starten jetzt wieder voller Elan und Motivation in das wunderbare Thema Selbstliebe und emotionales Essen!

Nachdem das gröbste Umzugs-Wirrwar beseitigt war, habe ich mich daran gemacht,  zu Fuß mein neues Wohn-Umfeld zu erkunden und war sehr erfreut, wie nah ich jetzt am Wald und am See wohne. Das hat mich sehr froh gemacht, da ich Bäume sehr liebe und sie auch oft umarme – das bringt eine herrliche Ruhe in meinen Tag. Manchmal spreche ich auch mit ihnen, wenn es mir nicht so gut geht, aber auf jeden Fall danke ich ihnen sehr oft für ihr SEIN, für die Ruhe, die sie ausstrahlen und für den Sauerstoff, den sie produzieren.

Spannend finde ich es, dass mein persönliches Empfinden für Wald und Bäume auch eine wissenschaftliche Bestätigung gefunden hat.

In Japan gibt es sogar seit 1982 einen Begriff für den Kontakt mit der Atmosphäre des Waldes, er heisst  Shinrin Yoku! Das bedeutet übersetzt soviel wie „in der Atmosphäre des Waldes baden“ oder kurz Waldbaden. Shinrin Yoku knüpft an die Traditionen des Shintoismus und Buddhismus an, nach dem Prinzip: Lass Deinen Körper ganz bewusst und mit allen Sinnen von der Natur durchdringen.

Sowohl in Japan, als auch in Südkorea und Finnland ist Shinrin Yoku inzwischen ein Teil der Gesundheitsvorsorge geworden – und das mit Recht. Allein in Japan gibt es inzwischen mehr als 50 Wald-Gesundheitspfade mit Kontrollposten, die von der Nippon Medical School in Tokyo betreut werden. Pro Jahr nutzen ca. 5 Millionen Menschen diese Pfade.

Es wurden viele Studien dazu erstellt und heraus kam das, was nicht nur ich schon länger intuitiv fühlte und wusste.

Durch ein „Bad im Wald“ vermehren und aktivieren sich unsere „Killerzellen“, das Immunsystem kommuniziert auf gewisser Weise mit dem Wald. Eine Studie aus dem Jahr 2007 zeigte auf, dass Männer, die 2 Tage lang jeweils 2 Stunden im Wald spazieren gingen einen Anstieg der körpereigenen Immunabwehr, den natürlichen Killerzellen, um sage und schreibe 50 % aufwiesen. Das liegt an den sogenannten Phytonziden, die von Bäumen und Waldboden freigesetzt werden.

Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten die deutschen Ärzte Detweiler und Brehmer Tuberkulose-Sanatorien in den Kiefernwäldern und hatten dort große Erfolge mit ihrer Waldheilung. Das Konzept wurde sogar in Amerika weitergeführt.

Unser Puls reguliert sich, der Blutdruck sinkt und Stresshormone werden reduziert. Auch die geistige Leistungsfähigkeit und Kreativität wird  enorm gesteigert. Eine Test-Gruppe von 20 Leuten erzielte nach 3 Tagen in den Wäldern eine 50%ige Steigerung bei der kreativen Lösung von Problemen als vorher.

Schon 20 Minuten Waldspaziergang zeigten, gegenüber einem Stadtspaziergang eine Cortisolreduzierung von 12,4 %, eine Senkung des Blutdrucks um 1,4 %, Reduzierung der Herzfrequenz um 5,8 %.

Wer schon länger meine Newsletter verfolgt, weiss vom Thema Tapping, wie wichtig das Hormon Cortisol für unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und vor Allem für unser Gewicht ist. Denn Cortisol gilt als sogenanntes MASTHORMON, das insbesondere für die Ansammlung von Fett im Bauchbereich zuständig ist.

Cortisol sorgt z.B. für Folgendes:

-erhöht den Blutzucker, der den Insulinspiegel hochjagt und den Blutzuckerspiegel komplett abstürzen lässt – was für großen Heisshunger sorgt! Hier mein Blogbeitrag dazu http://blog.das-hungrige-herz.de/insulin-gewichtsregulierungshormone-teil-2/
lls
– verursacht Probleme beim Ein- und Durchschlafen, denn ohne Stress sinkt der Spiegel normalerweise nachts ab

– Bedingt durch Stress erhöht Cortisol das Gewicht sogar ohne, dass mehr oder kalorienreichere Nahrung aufgenommen wird, da es den Stoffwechsel verändert!

Sobald der Körper unter Stress leidet, beginnt er mit einem Notfallprogramm und schüttet vermehrt Cortisol aus. Cortisol ist grundsätzlich nicht unbedingt negativ, es dient dazu uns zu schützen. indem es dem Körper  Kraft, Energie und Schnelligkeit schenkt. Das allerdings geht zu Lasten aller anderen Funktionen im Körper, da zum Beispiel bei der Flucht vor einem Tiger nur diese Attribute zählen. Das ist ein urzeitliches Programm, das auch viel Sinn machte, aber heute zu großen Problemen führt. Wir laufen zwar heute kaum noch vor wilden Tieren davon, haben aber einen permanenten Stresslevel im Alltag durch Job, Kindererziehung, Finanzen, Lärm und Termine.
Unsere Urzeit-Konditionierung setzt aber auch bei diesem Stress sofort das Notprogramm in Form von Cortisol frei und beginnt eine Art kommende Hungersnot zu suggerieren. Es befindet sich noch in der Steinzeit, wo der größte Stress war, im Winter, wenn nichts wuchs etwas zu Essen zu finden. Sobald wir Stress haben entscheidet der Körper: Achtung, Achtung – es beginnt eine lebensbedrohliche Situation – wir wissen nicht, wann und ob es wieder Nahrung gibt! Also, soviel wie möglich essen und speichern! Und genau das passiert dann! Selbst wenn wir essen wie ein Spatz wird dieses Essen im Körper festgehalten und zu Fett verarbeitet. Wir fühlen uns hilflos und wissen keine Lösung mehr, denn noch weniger Essen geht ja nicht. Das sorgt für neuen heftigen Stress – der Teufelskreis geht weiter!

Dies war nur ein kleiner Exkurs zum Thema Cortisol, um den Zusammenhang zwischen Waldbaden und Gewichtsabnahme aufzuzeigen. Langfristig ist natürlich auch zu überlegen, welche großen Stressfaktoren in Deinem Leben Du reduzieren könntest. Unglücklichsein in einer Liebesbeziehung oder im Beruf sind z.B. extreme Stressfaktoren. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema, vielleicht für einen anderen Newsletter 🙂

Zwei weitere sehr effektive Methoden gegen Stress, die ich selber täglich anwende und mindestens 2 mal in der Woche mit einem Besuch im Wald kombiniere, sind  EFT-Tapping und Meditation! Auf meiner Seite findest Du einige wunderbar hilfreiche Angebote dazu! Schau doch mal vorbei 🙂  HIER KLICKEN

Ich werde am heutigen Sonntag jedenfalls wieder einen sehr ausgiebigen Waldspaziergang machen und ihn mit allen Sinnen genießen – und genau das wünsche ich Dir auch! Vielleicht magst Du ja auch mal einen Baum umarmen – und bist erstaunt, wie viel Ruhe er an Dich abgibt!

 

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