Samhain -Nacht der Ahnen

 


Obwohl in den letzten Jahren die Halloween-Welle aus Amerika ziemlich zu uns herübergeschwappt ist, möchte ich nicht aufhören, daran zu erinnern, dass dieser Abend eigentlich nicht dazu gedacht war, um eine wilde Party zu veranstalten oder von Tür zu Tür zu gehen, um Süßes zu sammeln.

Besonders in einer Welt, die immer mehr von Äüsserlichkeiten, Technik, Ablenkung und Nicht-Hinsehen bestimmt ist, finden immer mehr Menschen zur Natur, den Jahreszeiten und alten Ritualen zurück die mit Stille und Besinnlichkeit einhergehen. Daher hier eine besinnlich energetische Alternative zu Halloween für Dich: Ein ganz besonderer Abend – SAMHAIN

SAMHAIN ist eine Art keltisches Silvester, das Fest der Ahnen, der Verstorbenen, des ungeborenen Lebens, der Wesen aus anderen Welten. Das Alte wird beendet, Neues beginnt. Der Tod als Teil des Lebens – so steht Samhain für den ewigen Kreislauf des Lebens.

Ähnlich wie in den Rauhnächten sind die Zugänge zu den anderen Welten besonders durchlässig, ja teilweise komplett geöffnet und so können wir zu diesem Fest ganz leicht in Kontakt mit den Verstorbenen und unseren Ahnen kommen.

In dem Wissen, dass die Ahnen einen bedeutenden Einfluss haben, lud man sie früher in der Samhainnacht ein, nach Hause zu kommen. Man stellte Rübenlichter (heute Kürbisse) ans Fenster und vor die Tür, damit sie Heim fanden, man kochte ihnen ihre Lieblingsspeisen un deckte extra für sie auf. Endlich war man wieder mit ihnen zusammen und konnte gemeinsam feiern und essen. Zu Mitternacht wurden die Ahnen um Rat gefragt und danach ließ man sie alleine, bevor sie in der Dämmerung des nächsten Tages wieder in ihr Leben auf der anderen Seite zurück kehrten.

Nach altem irischen Brauch wurden früher am 31.10. alle Herdfeuer gelöscht, alte Dinge verbrannt und räuchernde Kräuterbündel durch die Straßen und Häuser  getragen um die negativen Energien der vergangenen 12 Monate zu vertreiben.

Das Räuchern ist auch heute noch eines meiner liebsten Rituale bei solchen Gelegenheiten und für SAMHAIN schlage ich eine Mischung aus Birkenrinde, Lavendel, Wacholderbeeren und Salbei vor.  Im Internet gibt es sogar fertige Mischungen und Komplettsets für Samhain. Mit diesem Ritual  wird dieser Abend genutzt um negative Angewohnheiten und Gedanken des vergangenen Jahres loszulassen und dem Neuen optimistisch entgegenzusehen.

Du kannst während des Räucherns Deine Ahnen um Unterstützung bitten, mit Sätzen, wie: Meine Ahnen, ich bitte Euch mich liebevoll auf meinem Weg zu begleiten!

Eine weitere sehr schöne Zeremonie ist das Entzünden von Kerzen-Schiffchen. Du füllst dafür eine große Schale mit Wasser, nimmst Walnusshälften, füllst sie mit Kerzenwachs und steckst einen Docht hinein. Beim Anzünden sprichst Du den Namen des Verstorbenen und einige Worte in die Flamme, die aus tiefem Herzen kommen. Dann setze das Walnuss-Schiffchen in die Schale mit Wasser. Nimm für jeden vermissten Verstorbenen ein Licht und einen Gruß, das gilt auch für geliebte Haustiere, die uns vorausgegangen sind.

Vielleicht magst Du ja auch einen kleinen Ahnen-Altar aufbauen, mit Bildern von geliebten Verstorbenen.

Ich wünsche Dir jedenfalls einen besonderen und berührenden Abend!

Herzensgrüsse

Deine Beate

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.