Dürfen Frauen das eigentlich….?

Hallo Ihr Lieben,

Bei mir ist im Moment eine Menge los und ich werde mal ein wenig aus meinem Nähkästchen plaudern, was so dahinter steckt!

Die allerwichtigste Neuerung ist, dass ich in der nächsten Woche meine allererste komplett eigene Wohnung beziehe – natürlich mit Coaching-Katze Lisbeth! Ich hatte zwar schon zweimal eine Wohnung ohne einen Partner, aber niemals ganz alleine, sondern mit den Kindern dabei! Das war auch wunderbar so, aber jetzt ist eine neue Zeitrechnung angebrochen!

Wer selber schon einmal alleinerziehend war, der weiß sicher aus eigener Erfahrung, dass das nicht dasselbe ist, ob man nur für sich oder für Kinder sorgt. Als Mama funktioniert man einfach und denkt nicht an sich selber, oder als letztes! Das hat die Natur sicher auch gut so eingerichtet, aber es ist halt nicht mit der Zeit zu vergleichen, wenn die Kinder aus dem Haus sind!

Wahrscheinlich ist es auch ein großer Unterschied, ob wir Frauen freiwillig alleine wohnen oder verlassen wurden bzw. verwitwet sind! Es fühlt sich komplett anders an, ob man freiwillig oder unfreiwillig in diese Situation ist! Sind wir es nämlich freiwillig, geht es darum Verantwortung für uns selber und unsere Bedürfnisse zu übernehmen – ja, öffentlich dazu zu stehen! „Seht her, sie hat es gewagt einen Mann zu verlassen und sich selber wichtig zu nehmen!“ Das ist das Gegenteil von dem was wir von Kindheit an gelernt haben. Niemand hat uns beigebracht oder vorgelebt, dass unsere Bedürfnisse wichtig sind. Das Gegenteil war der Fall – schon im Sandkasten haben wir gelernt, dass es völlig egal ist, ob WIR jetzt mit unserem Spielzeug spielen wollen! Sobald ein anderes Kind daherkam, das mit unseren Sachen spielen wollte, wurde uns nahegelegt, dieses doch bitte zu teilen oder abzugeben und wehe wir wollten das nicht! Wichtiger als unsere  Wünsche war es, das unsere Eltern als gute Erzieher dastanden, die uns das Teilen und Abgeben beigebracht haben! Ein egoistisches Kind galt sehr sehr peinlich für eine Mutter!

Später haben wir das so weitergelebt und auch weitergegeben, ohne darüber nachzudenken, ob es seine Richtigkeit hat fremde Bedürfnisse oder „Was die Leute denken und sagen“ über das eigene Wohlbefinden zu stellen. Wichtiger wäre gewesen zu erlernen, dass es sehr wohl wichtig ist, dass es uns selber gut geht, denn erst dann können wir aus vollem Herzen selber entscheiden, wie wir das gerne weitergeben möchten und somit auch anderen Gutes tun!

Nicht aus dem Gefühl heraus es zu müssen um „gut“ sein und geliebt zu werden, sondern, weil es in uns selber stimmig ist.

Meine kindliche Reaktion auf das mangelnde Interesse an meinen Bedürfnissen bestand zuerst darin, durch positive Dinge die Aufmerksamkeit meiner Bezugsspersonen auf mich zu ziehen. Ich gewann Lese-, Schreib- und sonstige schulische Wettbewerbe, machte mehr Hausaufgaben als ich musste und war kurz davor eine Klasse zu überspringen. Das fruchtete leider nicht! Nach der Grundschule versuchte ich es dann mit dem Gegenteil – Rebellion! Ich wollte nicht mehr wie ein schwaches Mädchen sein und begann damit mir selber zu beweisen, dass Mädchen Alles können, was Jungs auch können! Ich begann zu rauchen, liebte Motorrad fahren, spielte Eishockey und mein Freundeskreis bestand hauptsächlich aus Jungs!
Ich wollte auch wild sein dürfen, meine Bedürfnisse ausleben und eine Art Pippi Langstrumpf sein!
Mein Lieblingslied zu der Zeit war von Juliane Werding: Wenn Du denkst Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst, ein Mädchen kann das nicht……! Hier gehts zum Song

Aber ohne die Bearbeitung der alten Glaubenssätze war es einfach nur Rebellion, nicht Entwicklung. Denn es waren nicht meine wirklichen Bedürfnisse, die ich da auslebte, sondern Protestaktionen! Meine wahren Bedürfnisse unterdrückte ich weiter und startete übergangslos von der Rockerbraut in die nächste Probe-Lebensphase – Ehefrau und Mutter!

Erst durch den viel zu frühen Tod meiner Mutter begann ich damit mir Gedanken über den Sinn des Lebens und die Bedürfnisse von Frauen zu machen. Doch es dauerte noch einige Jahre voller Leidensdruck durch meine Essstörung und meine Ausbildung als heilpraktische Psychotherapeutin, um zu erkennen, was Glaubenssätze in unserem Unterbewusstsein und somit in unserem Leben für eine Macht entfalten.

Besonders wir Frauen haben so viele alte Glaubenssätze verinnerlicht, wenn es darum geht gut für uns alleine zu sorgen, das ist unglaublich!

Trotz aller Vorfreude aufs alleine leben knallen mir genau diese Glaubenssätze gerade unfassbar um die Ohren! Ich bin super glücklich über meine Arbeit mit EFT-Tapping, das im Moment exzessiv zum Einsatz kommt und auch über schöne Meditationen von lieben Kollegen, die ich mir zu dem Thema angeschafft habe.

Glaubenssätze wie z.B.:

– Frauen können nicht alleine leben und wenn dann mehr schlecht als recht
– erst kommen die anderen dann Du
– was denkst Du wer Du bist?
– Frauen können nicht alleine erfolgreich sein, sie können höchstens einem Mann den Rücken stärken
– Frauen sind ohne Männer nicht sicher
– Das schaffst Du nie (alleine)
– Frauen sind nicht stark genug um alleine klarzukommen
– Frauen haben von Technik nicht genug Ahnung
– Der Mann bringt das Geld nach Hause
– Wer hoch fliegt – fällt tief
– Sich um eigene Bedürfnisse zu kümmern gehört sich nicht
– Was sollen die Leute sagen
– Eine Frau ist nur alleine, weil sie keiner will
– Frauen sollten bescheiden sein
– Übermut kommt vor dem Fall
– Ich krieg nie wieder einen Mann ab
– wenn schon keiner für mich sorgt, esse ich bis ich STABIL bin
usw. usw……..

Ich könnte noch stundenlang weiter aufzählen und Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie erstaunt ich war, was nach meiner Entscheidung auszuziehen so Alles auf mich hereingeprasselt ist – und zwar aus meinem eigenen Unterbewusstsein. Wäre es von anderen gekommen, hätte ich 1000 Argumente gehabt, aber die subtile Art und Weise, mit der das Unterbewusstsein Zweifel hochploppen lässt, ist schon phänomenal!

Andererseits bin ich natürlich auch dankbar, weil ich so endlich kennenlerne und weiß, was das noch so geschlummert hat – denn nur so kann ich sie bearbeiten!

Spannend, wie das Leben uns immer wieder an Stellen führt, an denen wir uns entwickeln können.

Hier findest Du eine Tabelle, in die Du die alten Glaubenssätze eintragen kannst und Dir dann jeden einzelnen ansehen und eine positive Umkehrung für ihn in die rechte Spalte eintragen kannst! Download

In diesem Jahr haben sich sehr viele Dinge in meinem Leben entwickelt, auch wenn manche mich durchs Feuer geschickt haben, kann man aus der Entfernung dann doch erkennen, wofür sie gut waren.

Einer der Punkte, die mich ganz besonders weitergebracht haben, war meine „Hochzeit mit mir“ auf Mallorca. In dieser Woche habe ich ein Team von FRAU TV zum Drehen bei mir, zu eben diesem Thema! Die Sendung wird voraussichtlich am 21.9.17 ausgestrahlt.

Wer sich schon vorher mal schlau machen möchte, darf gerne mal auf meiner Homepage nachsehen. Dort gibt es auch Downloads von Urkunden usw. – für alle, die es mir nachmachen möchten und genauso einen großen Schuss an Selbstliebe tanken! INFO HIER

Meine EFT-Übung „Ich bin wertvoll“, die ich fast täglich mache, ist auch so wunderbar hilfreich in dieser Situation – und nicht nur in dieser!! Dieses Wissen wertvoll zu sein, wurde uns leider nicht beigebracht. Schön, dass es nie zu spät für eine Veränderung ist.

Ich wünsche Dir einen traumhaften Sonntag! Vielleicht magst Du ja auf meiner fast fertigen neuen Webseite ein bisschen stöbern!  HIER KLICKEN

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