Johanniskraut

 

Zu den beliebtesten heimischen Räucherkräutern zählt das Johanniskraut. Neben Salbei und Beifuß ist es die beste Pflanze für Hausräucherungen. Schon die Kelten warfen das Kraut ins Sonnenwendfeuer, um im Kampf unbesiegbar zu sein und böse Geister zu vertreiben. Bei den Germanen galt es als Hilfe gegen Traurigkeit.
Dies ist auch heute noch seine bekannteste Wirkung: Es ist inzwischen medizinisch erwiesen worden, dass es ein natürliches Antidepressiva ist, dass es die Botenstoffe im Gehirn aktiviert, sich positiv auf die Psyche auswirkt und bei Angst- und Panikattacken hilft.

Weniger bekannt sind seine weiteren Wirkungen: Hilfe bei Verdauungsproblemen, Darm- und Blasenentzündung, Erkrankung der Atemwege, Husten. Es ist entzündungshemmend, blutstillend und antibakteriell. Auch gegen Migräne und Wechseljahrsbeschwerden ist es hilfreich.

Wirkung beim Räuchern:

stimmungsaufhellend, reinigend, hilfreich bei Depressionen und sehr gut geeignet für Hausräucherungen, da es schwere Energien auflöst. Da Johanniskraut auch elektrische Energien neutralisieren kann, wird es gerne bei Gewittern geräuchert und gegen Elektrosmog eingesetzt. Auch nach einem Streit ist es ratsam mit Johanniskraut die negativen Energien an ihrer Entfaltung zu hindern.

Johanniskraut ist zusammen mit Beifuß das wichtigste Räucherkraut bei Sonnenwenden, da es die Sonne und das Licht symbolisiert.

Am 15. August an Maria Himmelfahrt findet die sogenannte Kräuterweihe statt. Dann werden gebundene Kräutersträuße gesegnet, die dann in den Rauhnächten verräuchert werden, um Haus und Hof oder Wohnung vor bösen Geistern, Krankheiten, Unglück und jeglichen Katastrophen schützen soll.

Johanniskraut gehört zu den Pflanzen, die in diese Kräutersträuße eingebunden werden, genau wie auch Rainfarn und Beifuß.

 

Blütezeit: Juni und August

Standorte: Waldränder, Lichtungen, Wiesen, Böschungen

Wuchshöhe: ca. 20 – 70 cm

Verwendete Teile: die intensivste Wirkung hat es, wenn nur die Blüten verwendet werden. Ich nutze meistens den ganzen Blütenbereich zum räuchern.

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Erkennungsmerkmale:

 

– wenn die Blütenblätter zwischen den Fingern zerrieben werden, tritt ein roter Saft aus, der die Finger rot färbt.

– wenn die grünen Blätter gegen das Licht gehalten werden, sehen sie aus, als hätten sie kleine Löcher und wären perforiert. Daher auch der lateinische Name Hypericum perforatum.

– der Stiel ist nicht ganz rund, er fühlt sich an, als habe er 2 Kanten

– 5 Blütenblätter

 

Trocknen:

Zum Trocknen wird das Johanniskraut gebündelt und mit dem Kopf nach unten an einem schattigen Ort aufgehängt, bis es komplett durchgetrocknet ist (ca. 2 Wochen). Wer es schneller möchte, kann es auch bei max. 50 Grad im ganz leicht geöffneten Backofen trocknen. Die Trocknung von Kräutern sollte immer schonend passieren. Auf keinen Fall das Kraut vorher mit Wasser waschen. Dies und pralle Sonne zerstören seine ätherischen Öle und damit die Wirkung.

 

Verwechslungsgefahr:

Manchmal verwechselt man das Johanniskraut am Anfang mit Jakobskreuzkraut, da es beides gelbe Blüten hat, eine ähnliche Wuchshöhe und oft nebeneinander wächst. Beim genauen Hinsehen und der Beachtung der Erkennungsmerkmale erkennt man aber schnell den Unterschied.

   Jakobskreuzkrautblüten 

   Johanniskrautblüten 

 

    Tinktur und Tee erstellen:

Für eine Tinktur gebe ich die frisch gepflückten Blüten in mindestens 40%igen Alkohol und lasse dies in einem fest verschlossenen Twist-Off Glas an einer hellen, aber nicht sonnigen Stelle 4 Wochen stehen (täglich schütteln).

Für den Tee 2 TL Johanniskraut mit 250 ml kochendem Wasser angießen, 10 min ziehen lassen und dann abseihen.

Aufbewahrung:

Getrocknete Kräuter lassen sich gut in Schraubgläsern aufbewahren, die an dunklen Orten stehen. Manche Kräuter mögen es lieber in Papiertüten im Dunklen auf ihre Verwendung zu warten. Johanniskraut mag beides. Es hält sich 2 – 3 Jahre auf diese Weise, allerdings bevorzuge ich es, jedes Jahr neu zu sammeln, da das Aroma und die Wirkung so am intensivsten ist.

Viel Freude mit dieser tollen Pflanze

wünscht Dir

 

 

 

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Wichtig! Manche Räucherstoffe können giftig und/oder bewusstseinsverändernd sein und dadurch gesundheitsschädigende Wirkungen haben. Die Verwendung von Räucherpflanzen bzw. Räucherstoffen erfolgt grundsätzlich auf eigenes Risiko. Bitte informiert Euch vor dem Verräuchern der entsprechenden Pflanzen über mögliche Folgen für die Gesundheit. Wenn Ihr Neues ausprobiert, bitte erst einmal in kleinen Mengen und bei guter Belüftung. Folgt Eurem Gefühl und Eurem Körperempfinden.

2 comments on “Johanniskraut

  1. Vielen Dank für die gute Erklärung, ich hab schon Johanniskraut-Öl angesetzt, aber auf die Idee, es zum Räuchern zu verwenden, bin ich nicht gekommen

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